POSITIV! Der „Maskenball“ im „Schmälzle-Hof“

POSITIV! Der „Maskenball“ im „Schmälzle-Hof“
vom 19.06.2020 bis 21.06.2020 fand statt!

Das Ende des „STAYATHOME“ Modus.

Ein kleines Virus hält die Welt im Bann. Man sieht es allerdings nur mit einem Elektronenmikroskop. Corona – zu Deutsch: Kranz oder Krone. Aber wer hat die Krone auf dem Haupt? Vielleicht die Angst und die Ignoranz? Oder eher die Menschlichkeit und Solidarität, die Besonnenheit, das kluge Handeln, der Humor oder die Tatkraft? Wir haben uns letztendlich nicht für die Angst und Ignoranz entschieden. Da haben Vernunft und Weisheit nämlich keinen Platz.

In Corona steckt das Wort „Cor“ (lat. Herz). So haben wir uns ein Herz gefasst und sind ins Acherntal mit dem Kinder- und Jugendlauftreff gefahren. Nach und nach wurden auch die Auflagen bundesweit wegen der guten Fallzahlen gelockert. Für viele Eltern war in diesem Jahr der Zeitpunkt des Wander-Wochenendes etwas ungünstig und bei einigen war auch noch wohl ein Unbehagen wegen der aktuellen Situation da – was natürlich nachvollziehbar war. Unsere Gruppe bestand in diesem Jahr trotzdem aus 18 Teilnehmern. Erlaubt war zu dem Zeitpunkt in Baden-Württemberg ein Treffen von 20 Personen. Doch unser Wochenende lief schon etwas anders ab als noch im letzten Jahr. So stand z. B. auf der Packliste neuerdings zusätzlich „Mund- und Nasenschutz“ mit drauf.

Der Altbau war wie gewohnt komplett in unserer Hand. Im Haupthaus/Restaurant wurden wir von anderen Gästen separiert; in Zeiten von Corona auch „Physical Distancing“ genannt (räumliche Distanzierung, um die Verbreitung des Virus zu verhindern). Beim Frühstück saßen wir in der

Vesper-Stube und beim Abendessen draußen. Beim Ein- und Ausgehen ins Restaurant sowie beim Gang ans Büffet mussten wir natürlich unsere „Gesichtsbekleidung“ tragen. Es waren keine „Covidioten“ oder „Corona-Leugner“ mit dabei; alle Eltern und Kindern hielten sich vorbildlich an die aktuellen Hygiene-Bestimmungen, sodass wir hoffentlich übers Wochenende dem Virus keine Chance zur Ausbreitung gaben.

Freitags nachmittags reisten wir nach und nach an und saßen später gemütlich draußen, mit Abstand, zusammen und genossen die „neue“ Freiheit sowie das Ende des „Social Distancing“. Es wurde viel „coroniert“ (über den Virus austauschen) und dadurch neue Erkenntnisse gewonnen:

– Wer hätte gedacht, dass wir noch in unserem Alter „Stubenarrest“ bekommen?

– Gott sei Dank ist Dummheit nicht ansteckend!

Abends gingen wir um 19:00 Uhr zum Essen.

Zu später Stunde wurden wir nach und nach fast alle positiv auf „müde“ getestet und gingen dementsprechend schnell in „Bett-Quarantäne“.

Am nächsten Morgen, gut erholt und auskuriert, machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg. Vor uns lag, bei herrlichem Wetter, eine etwa 8 KM lange und relativ einsame Wanderung mit einigen Brunnen. An den Einzelnen hielten wir dann brav den Mindestabstand ein und bildeten so eine schöne Coronaschlange. Bleiben wir kurz noch im Tierbereich: Hamsterkäufe an den Brunnen fanden nicht statt. Vielleicht lag es daran, dass es dort kein Klopapier oder Nudeln gab…sondern nur natürliches „Brunnenwasser“. Der Tag ging viel zu schnell vorüber. Mit vielen neuen Eindrücken und Wissen () gingen wir kurz vor Mitternacht ins Bett. Selbst unser Maskottchen, Hund Gustav, hat mit seinen 5 Monaten neue Kommandos gelernt: „Fass“ (ein sehr großes Weinfass zum Reinsetzen) und „Schnaps“ (wollte eigentlich einen Schmetterling fangen und bekam diese Anordnung; eben „Schnapp es Dir“). Passende Anweisungen für alle fürs Wochenende, die jeder befolgte!

Sonntags sind wir in den Nachbarort gefahren und waren dort auch noch etwas wandern. Danach hat sich die Gruppe aufgelöst.

Abschließend können wir schon festhalten, dass der Virus doch irgendwie bei jedem allgegenwärtig war. Du riechst es nicht, du kannst es auch nicht schmecken und doch weißt du: Es ist tatsächlich da. Es war rückblickend schon mit „Abstand“ unser eigenartigstes Wander-Wochenende.

Das Einzige, was nun aber näher kommen darf, ist unser nächstes Wander-Wochenende im kommenden Jahr. Dann hoffentlich ohne Corona im Gepäck. Bleibt weiterhin alle gesund…

Alles, nur nicht Asphalt! Der Kaltenstein–Cross in Lebach am 26.01.2020

In Lebach starteten wir zum ersten Mal in diesem Jahr mit unserem Kinder- und Jugendlauftreff. Das Navi im Auto zeigte „offroad“. Wir waren angekommen!
In den letzten Jahren präparierte langanhaltender Regen immer die Waldstrecke; die Folge waren knöcheltiefe Wasserpfützen, rutschiger Untergrund und im Ziel angekommen Schlamm bis in die Haarspitzen. „Leider“ war es in der ganzen Woche davor trocken und sonnig. Dementsprechend relativ sauber kamen unsere Kinder auch wieder ins Ziel – Schade. Eigentlich macht es doch am meisten Spaß, wenn es so richtig dreckig ist; aber wie dem auch sei. Dennoch bleibt ein Crosslauf immer schwieriger zu laufen als ein Straßenlauf. Und über Geschwindigkeit redet man erst im zweiten Schritt. Vorausschauend müssen eventuell die nächsten 5 bis 10 Meter kalkuliert werden, wo man hintritt. Zu groß ist die Gefahr, dass man umknickt oder stolpert. Aber so ein Crosslauf fördert auch das Zusammenspiel visueller Wahrnehmung und muskulärer Arbeit. Die Beweglichkeit und die Reaktionsschnelligkeit werden ferner trainiert. Vor sich hin träumen ist also quasi verboten.
Hell wach waren um 11:00 Uhr Neele Diemer (mit Teddy) und Emma Heit. Sie mussten eine kleine Runde (800 Meter) laufen. Über Stock und über Stein hieß es ab jetzt für die zwei Mädels bzw. auch nachher für alle anderen. Eine sehr gute Krafteinteilung hatte Emma Heit. Sie kam bereits nach 4:30 Minuten wieder ins Ziel und wurde schnellstes Mädchen in dem Lauf. Sicher angekommen war auch Neele Diemer. Sie überquerte die Ziellinie nach 6:28 Minuten.
Rechts herum oder besser links, drüber- oder drauftreten, leichter Sprung oder besser abstoppen hieß es dann für Finn Diemer, Marius Dincher sowie Laura und Sebastian Heit um 11:15 Uhr. Sie mussten die Runde zweimal hinter sich bringen. Auch für sie galt: „ein schnelles Durchlaufen von profiliertem Gelände abseits befestigter Wege“; soweit die „simple“ Definition eines Geländelaufes in einer Fachliteratur. Unvermittelte Situationen rechtzeitig erkannt und blitzschnell reagiert hatte Marius Dincher. Er kam nach 6:29 Minuten zurück ins Ziel und gewann diesen Lauf. Schnell entschieden hatte auch Sebastian Heit. 8:02 Minuten brauchte er für die 1600 Meter. Alle Sinne beisammen hat auch Finn Diemer. Im Ziel konnte er sich über die Zeit von 8:56 Minuten freuen. Auch für Laura Heit hatte nach 10:56 Minuten die volle Konzentration aller Sinne ein Ende.
Abläufe und Bewegungshandlungen vorausberechnen und entsprechend zu reagieren auf den kommenden 4000 Meter (!) war dann die harte Aufgabe um 11:35 Uhr für Joscha Barth, Jannis und Aaliyah Diemer und Ronja Schulz. Auch auf ihrer Strecke ging es über unbefestigte Wege, schmale Pfade und natürliche Hindernisse. Dass jedoch die Jungs und Mädels so weit laufen mussten, hielten wir am Anfang für einen schlechten Scherz bzw. einen Fehldruck in der Ausschreibung. Doch aus organisatorischen Gründen hatten sich die Veranstalter dafür entschieden. Gemäß den aktuellen Bestimmungen dürfen die Kinder und Jugendlichen schon diese Streckenlänge laufen (lt. Veranstalter). Ich sprach kurz mit unseren Vieren und ließ ihnen die Entscheidung, ob sie laufen möchten. Aber keiner zog zurück und stellte sich der schwer zu laufenden Strecke (120 Höhenmeter). Nach vielen koordinativen Abläufen zwischen Gehirn und Muskulatur erreichte Jannis Diemer in 23:09 Minuten das Ziel. Bei Joscha Barth war die Antizipationsfähigkeit ebenfalls sehr gut. Er kam nur 18 Sekunden dahinter ins Ziel. Nach 24:14 Minuten war für Ronja Schulz die komplexe Anforderung für den ganzen Körper beendet. Leider war sie während des Laufes leicht umgeknickt und musste sich im Ziel kurz behandeln lassen. Reaktionsschnell war auch Aaliyah Diemer. 25:30 Minuten standen im Ziel auf der Uhr. An euch Vier ein besonderes Lob. Ihr habt an diesem Tag herausragendes geleistet und seid über euch hinausgewachsen.
Natürlich sind wir sehr stolz auf alle unsere Kids und ihre erbrachten Leistungen.

Nachfolgend die einzelnen Ergebnisse:

800 Meter:      
Emma Heit 4:30 Min. 1. W6 (Gesamtsiegerin) pb
Neele Diemer
(mit Teddy)
6:28 Min. 6. W6 pb
        
1600 Meter:      
Marius Dincher 6:29 Min. 1. M11 (Gesamtsieger) pb
Sebastian Heit 8:08 Min. 6. M8 pb
Finn Diemer 8:56 Min. 6. M10 pb
Laura Heit 10:56 Min. 5. W10 pb
        
4000 Meter:      
Jannis Diemer 23:09 Min. 1. M15 pb
Joscha Barth 23:27 Min. 4. M12 pb
Ronja Schulz 24:14 Min. 4. W12 pb
Aaliyah Diemer 25:30 Min. 5. W12 pb